Eintauchen in eine andere Welt

Vier Monate verbringt Nele Danner bei CARDS. Sie berichtet uns von ihren Erfahrungen, die sie in verschiedenen CARDS-Projekten macht.

Die Aglasterhausen-BalaBatas

„Seit dem 22.01.2026 bin ich bei CARDS vor Ort und hatte in dieser Zeit bereits die Gelegenheit, zwei der inzwischen 15 „Aglasterhausen-BalaBatas“ zu besuchen, die über den gesamten Guntur District verteilt sind. Diese BalaBatas werden von der Grundschule in Aglasterhausen unterstützt.

Die erste BalaBata, die ich kennenlernen durfte, befindet sich in einem Slumgebiet von Guntur und ist nur wenige Autominuten vom CARDS-Campus entfernt. Trotz der kurzen Distanz verzögerte sich unsere Anreise aufgrund des Verkehrs, sodass wir etwas später als geplant eintrafen. Die Kinder warteten bereits gespannt und etwas ungeduldig auf unsere Ankunft.

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Begrüßt werden wir mit Blumen und einem traditionellen Tanz.

Die Kinder treffen sich an jedem Schultag, sowohl vor als auch nach dem Unterricht, vor dem Haus des Development Organizers (D.O.). Dort erledigen sie gemeinsam ihre Hausaufgaben, wiederholen wichtige Lerninhalte und festigen schulische Grundlagen. Doch die BalaBata ist mehr als nur ein Ort des Lernens: Die Kinder üben Tänze ein, lernen Reime, spielen miteinander und werden kreativ beim Basteln.

Einige Kinder präsentierten uns stolz ihre Traumhäuser, die sie aus alter Pappe gebaut haben. Ein Junge zeigte uns ein detailreich gestaltetes Krankenhaus, das Krankenhaus, in dem seine Mutter arbeitet und in dem er früher die meiste Zeit nach der Schule verbrachte, bevor er von der BalaBata hörte.

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Geduldig warten die anderen Kinder, während ein kleines Mädchen voller Energie einen selbst Erlernten Bollywood-Tanz zeigt. Obwohl sie anfangs sehr schüchtern war, ist sie nach ihrer beeindruckenden Performance zu Recht stolz auf sich.

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Ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit der BalaBata-Arbeit ist diese Familie. Die Mutter (links im Bild) zog gemeinsam mit ihren Kindern, auf der Suche nach Arbeit, von einem anderen Teil Indiens nach Guntur. Aufgrund der Sprachbarriere hatten die Kinder anfangs große Schwierigkeiten in der Schule. Den Lehrkräften fehlte im regulären Schulbetrieb die Zeit, individuell auf ihre Bedürfnisse einzugehen. In der BalaBata hingegen fanden die Kinder die nötige Unterstützung. Dort ist es möglich, auf jedes einzelne Kind gezielt einzugehen. Mittlerweile können sie ihre Hausaufgaben ohne Hilfe erledigen und ihrer Mutter beim Erlernen der Sprache helfen.

BalaBata am Abend

Die zweite BalaBata, die ich besuchen konnte, liegt in einem ehemaligen Slumgebiet, das mittlerweile zum städtischen Raum zählt, umgeben von zahlreichen Shops. Die meisten Eltern der Kinder arbeiten in der nahegelegenen Fabrik oder stellen Tüten aus Zeitungspapier für die Shops her. Als wir ankommen, ist es schon dunkel, da die älteren Schüler:innen ihre Abschluss Examen geschrieben haben.

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Begonnen wird wie immer mit dem BalaBata-Slogan, den alle auswendig können. Einige der Kinder sagen kurze Reime auf oder singen etwas vor. Für uns extra auf Englisch.

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Die Besuche der Bala Batas haben mir auf eindrucksvolle Weise gezeigt, dass diese Orte viel mehr als reine Lernräume sind. Sie sind Treffpunkte, sichere Orte und kleine Gemeinschaften, in denen Kinder Unterstützung, Aufmerksamkeit und Selbstvertrauen finden. Besonders schön zu sehen war, mit wie viel Begeisterung und Stolz die Kinder ihre Tänze, Reime und kreativen Projekte präsentieren. Trotz oft schwieriger Lebensumstände bringen sie eine enorme Freude am Lernen und am Miteinander mit.

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Für mich persönlich war bei diesen Besuchen sehr eindrücklich, wie wichtig Engagement, Geduld und persönliche Nähe in der Bildungsarbeit sind. Die Bala Batas leisten einen wertvollen Beitrag, um Kinder zu fördern. Es zeigt sich sehr deutlich, welchen Unterschied diese Initiative im Alltag der Familien macht.“

Bericht und Fotos Nele Danner

GIRL
ein sicheres Haus für Mädchen

Lied1

Veränderung
durch BalaBata

01BB

Schule
statt Kinderarbeit

CRAC01HP

Dalit is dignified
Menschenwürde für Dalits

Brunnen1

Spenden

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