Jubiläumsfeier am 15. Mai 2026
Mitgliederversammlung und Gottesdienst am 16. Mai 2026

Mit sichtlicher Freude begrüßt Dieter Eitel die Anwesenden zur Jubiläumsfeier. Etwa 60 Mitglieder und Gäste sind der Einladung ins evangelische Gemeindehaus in Sinsheim gefolgt.

Aus Indien sind Dr. Swarnalatha Devi, Mitbegründerin von CARDS; Frau Rajani Dasi, Vorsitzende von CARDS und Dr. P. Frank Viswanath angereist.

Grußwort der Dekanin Christiane Glöckner-Lang
Verlesen von Pfarrerin Anette Röhrs

Die Dekanin betont die lange Verbundenheit des Kirchenbezirks Neckar-Kraichgau mit RANDI e.V., die sich auch in der Mitgliedschaft im Verein ausdrückt. Sie freut sich, dass das 40jährige Jubiläum in Sinsheim gefeiert wird und begrüßt besonders die Gäste aus Indien. In ihrem Grußwort thematisiert Glöckner-Lang die Bedeutung der Zahl 40 in der Bibel.
Zum Grußwort
Veränderung
Dr. Swarnalatha Devi würdigt in ihrer bewegenden Rede die gemeinsame Geschichte von CARDS und RANDI, die von Beginn an von Vertrauen und gegenseitigem Respekt getragen wurde. Die lange, zuverlässige Partnerschaft mit RANDI ermöglichte es, dass die „Hilfe zur Selbsthilfe“ wirksam werden konnte.

Anhand eines Videos verdeutlicht sie die außergewöhnliche Entwicklung in Pinnelli. Frauen aus dem Dorf schildern, wie sie durch CARDS ermutigt und unterstützt wurden, neue Wege zu gehen. Es gelang ihnen ihre Armut zu überwinden und die Lebensbedingungen ihrer Familien wesentlich zu verbessern.
„Dasselbe Dorf, das einst in Stille lebte, spricht heute mit Würde. Und dieser Wandel beruht nicht auf Almosen. Der Wandel beruht auf echter
Zur Rede
Die Übersetzungen liest Nele Danner
Chancen durch Bildung

Frau Rajani Dasi ist heute Präsidentin von CARDS. Sie erzählt von ihrem Weg aus einem kleinen Dalit-Dorf nach Guntur in das CARDS-College. Die Bildung, die sie dort erhalten hat, hat ihr Leben verändert. Es war jedoch nicht nur die Schul-Bildung, sondern vor allem auch das soziale Engagement:
„Besuche in abgelegenen Dörfern konfrontierten uns mit harten Realitäten – Orte ohne Straßen, Elektrizität, Bildung oder Gesundheitsversorgung. Doch anstatt uns hilflos zu fühlen, wurden wir bestärkt zu handeln. Wir arbeiteten mit den Gemeinden zusammen, unterrichteten Kinder, mobilisierten Jugendliche und förderten das Bewusstsein für Bildung, Hygiene und Nachhaltigkeit. Diese Erfahrungen verwandelten mich von einer passiven Beobachterin in eine aktive Mitgestalterin gesellschaftlichen Wandels.“
Als Teil von Kulturgruppen war Rajani schon in Deutschland zu Besuch. Unsere Reisegruppen haben sie in Indien kennengelernt.
Zur Rede
RANDI – Kommt zusammen

Singen verbindet – das RANDI-Lied ist ein Muss, auch auf dieser Jubiläumsfeier!

An diesem Nachmittag gibt es reichlich Gelegenheit gemeinsame Erinnerungen auszutauschen. So vieles hat man erlebt, auf Reisen nach Indien und bei Besuchen indischer Kulturgruppen in Deutschland.


Es ist ein Tag der Wiedersehensfreude alter Freundinnen und Freunde. Es gibt überraschende Begegnungen und auch neue Bekanntschaften.

Begegnung zweier Welten
Die Reden und Grußworte des Jubiläums beleuchten viele verschiedene, bunte Facetten der 40jährigen Partnerschaft.
Lydia Faul war von Anfang an dabei. Sie berichtet, wie Ranjan Babu auf der Suche nach einem Partner im Kraichgau fündig wurde. Die ersten Besuche in Deutschland und Reisen nach Indien waren für alle Beteiligten abenteuerlich und voller Überraschungen. Man wunderte sich über vieles und kam aus dem Staunen nicht heraus. Mit Offenheit für die andere Kultur und Interesse an den Lebensumständen, wuchs das gegenseitige Verständnis. Zwei ganz unterschiedliche Welten fanden zueinander.

Mit der Gründung des Vereins wurde schließlich der Wille zu einer dauerhaften Verbindung bekräftigt. Ranjan Babus Vision von einer Verbesserung der Situation der Dalits durch Bildung, sollte langfristig unterstützt werden.
Zur Rede
Zur Geschichte des Vereins
Reise ins Unbekannte

Steffi König war nach ihrem Schulabschluss 1986 als eine der ersten Freiwilligen nach Indien gereist. Dort wurde sie mit einer völlig anderen Welt konfrontiert und musste sich mit neuen, erstaunlichen Erfahrungen auseinandersetzen.
„CARDS und RANDI waren besonders in dieser Zeit meine zweite Familie und es war mir ein persönliches Anliegen, die Partnerschaft der beiden Organisationen auf Augenhöhe und in Teamarbeit zu pflegen und die Situation der Dalits hier in Deutschland bekannt zu machen.“
Nach ihrer Rückkehr wurde Steffi König Gründungsmitglied des Vereins „Partnerschaft in der Einen Welt – Hilfe zur Selbsthilfe“ (heute: RANDI e.V.) 1996 wurde sie Mitglied des Vorstands. 2003-2021 leitete sie RANDI e.V. als 1. Vorsitzende.
Zur Rede
Die Familie Paulus
Sabine Frank, die Tochter von Gertrud und Arnold Paulus, berichtet sehr anschaulich, wie die indisch-deutschen Begegnungen die Paulus-Familie durcheinanderwirbelten.

Anfangs gab es viele Bedenken und Unsicherheiten, z.B. wie man die Sprachbarrieren überwinden konnte „… und überhaupt, was sollen Bauern aus diesem fernen Land mit einer völlig fremden Kultur, hier auf den Höfen machen … erst recht als klar war, dass das landlose Landarbeiter sind, sogenannte Unberührbare, Kastenlose. Davon hatte man ja so noch Garnichts gewusst.“
Schließlich hat man sich aber doch auf das Abenteuer „Indien“ eingelassen. Die erste Reise zu CARDS, an der Gertrud und Arnold Paulus teilnahmen, war für alle Beteiligten und auch für die Familie sehr aufregend. Bei ihrer Rückkehr hatten die Reisenden viel zu erzählen.
Zur Rede
Es folgten noch viele weitere Reisen.

Arnold, der Menschenfänger
Dieter Eitel knüpft an die Ausführungen seiner Vorrednerinnen an und schildert wie er selbst 1986 für den Verein „gefangen“ wurde. Arnold Paulus sprach ihn an: „Sie waren doch in Afrika. Kommen Sie mit nach Neckarelz. Wir haben Besuch aus Indien“.
Dieter Eitel war sofort überzeugt von CARDS: „Die Projekte, die ich in Afrika kennengelernt habe, hatten sich alle Europäer ausgedacht. Hier war jetzt ein Projekt, das Dalits aus Indien selbst entwickelt und auf den Weg gebracht hatten, also Ranjan Babu zusammen mit seiner Frau und seinen Mitstreitern.“
Zur Rede
Indische Küche
Indische Essensdüfte ziehen durch das Gemeindehaus und locken die Gäste zum Büfett. Mit den Jahren ist auch die Begeisterung für die indische Küche gewachsen und zu einem weiteren verbindenden Element geworden.


Das leckere Büfett zur Jubiläumsfeier wurde vom „Indischen Haus“ in Mosbach geliefert.

Anderer Blick
Nele Danner überraschte die Mitglieder und Gäste zum Schluss der Feier noch mit einer besonderen Aktion. Sie hatte verschiedene Sonnenbrillen mitgebracht. Schnell fanden sich kleine Gruppen zusammen, die für ein Video-Projekt die Brillen aufsetzten.

Nele Danner war Anfang 2026 als Freiwillige bei CARDS. Von dort hat sie kleine Brillen-Videos und Fotos mitgebracht. Durch das Zusammenschneiden der Fotos aus Indien und Deutschland entstand ein unterhaltsames Video, das die Verbundenheit und Freundschaft zwischen CARDS und RANDI, über Landes- und Kulturgrenzen hinweg zeigt.
Zu Nele Danners Berichte aus Indien
Bericht und Fotos Margit Nitsche
Videos Nele Danner
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